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Der Eingang der Pfullendorfer Staufer-Kaserne der Bundeswehr.
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Der Eingang der Pfullendorfer Staufer-Kaserne der Bundeswehr.

Bundeswehr

Was nicht sein darf

  • Andreas Schwarzkopf
    VonAndreas Schwarzkopf
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Die Vorfälle in einer Bundeswehrkaserne sind erschreckend, die Verantwortlichen haben viel aufzuarbeiten. Ein Kommentar.

Jeder Missbrauchsskandal ist widerlich. Besonders abstoßend an den Vorfällen in der Bundeswehr-Kaserne in Pfullendorf ist, dass es nicht um einen Einzelfall geht, sondern dass eine Zeit lang menschenverachtende Praktiken zur „Ausbildung“ gehörten. Das Ausmaß der Gewalt ist erschreckend. Wenn darüber hinaus Offiziere nicht einschreiten, dann scheint am viel gerühmten Korpsgeist einiges nicht zu stimmen. Da haben die Verantwortlichen vieles aufzuarbeiten.

Immerhin konnte eine Betroffene mit Hilfe des Wehrbeauftragten das skandalöse Vorgehen aufdecken und stoppen. Immerhin müssen einige Soldaten die Armee verlassen. Unangemessen scheint allerdings, dass die Kommandeure der Kaserne lediglich versetzt wurden. Denn entweder haben sie von den Geschehnissen in ihrer Truppe nichts gewusst, oder sie haben es gedeckt. So oder so ist es nicht irgendein Vergehen.

Die Öffentlichkeitsarbeit hat mehr als ein Geschmäckle. Sonst informiert Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerne und viel. Diesmal erst, als die Medien schon berichten. Nun wirkt es so, als ob sie etwas vertuschen wollte, um den Ruf des Heeres nicht zu beschädigen. Das ist jedenfalls nicht gelungen. Im Gegenteil. Nach den vielen Pleiten, Pech und Pannen der vergangenen Jahre entsteht der Eindruck einer unreformierbaren Truppe.

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