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Die UN sehen Fortschritte in Afghanistan.

Afghanistan

Was nicht sein darf

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Die UN-Bilanz zur Lage in Afghanistan ist unvollständig. Ein Kommentar.

Der Bericht der Vereinten Nationen zur Lage in Afghanistan verwundert. Es mag ja sein, dass die afghanische Regierung mehr und bessere Fortschritte gemacht hat als erwartet. Doch dem steht entgegen, dass die aufständischen Taliban weiter auf dem Vormarsch sind und Teile des Landes kontrollieren. Außerdem sterben regelmäßig viele Afghaninnen und Afghanen durch Anschläge des sogenannten Islamischen Staates - auch in der Hauptstadt Kabul. Und unter der Dürre leiden Millionen Menschen im Land. All das gehört zu einer ehrlichen Bilanz.

Aber darauf haben die UN verzichtet. Die Gründe dafür sind naheliegend. Hätten sie sich in Genf die gesamte Lage in dem Bürgerkriegsland angeschaut, hätten sie die eigene Mission infrage stellen müssen. Sie hätten über die jährlichen Milliardenhilfen sprechen müssen und darüber, was davon bei den Menschen ankommt. Sie hätten auch den Einsatz der internationalen Gemeinschaft nach dem Sieg über die Taliban 2001 analysieren müssen, um die richtigen Lehren für künftiges Handeln zu ziehen. Leider blieb dies aus. 

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