Bundesweit striktere Corona-Regeln

Bei privaten Feiern und Versammlungen ansetzen

  • vonThorsten Fuchs
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Bevor die Pflicht auf die Mund-Nasen-Bedeckung ausgedehnt wird, muss genau geschaut werden, in welchen Bereichen dies sinnvoll und zielführend ist. Der Kommentar.

Die Maske hat eine steile Karriere hingelegt. Anfangs von vielen westlichen Wissenschaftlern als nutzlos geschmäht, ist sie längst größter Hoffnungsträger im Kampf gegen das Virus. Neuestes Beispiel: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer regt eine allgemeine, bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz und eine Ausweitung in Schulen an.

Die Idee ist nachvollziehbar. Es gilt, neue Schul- und Betriebsschließungen zu verhindern. Mund-Nasen-Bedeckungen sind ein effektives Mittel gegen die Verbreitung des Virus – und ein vergleichsweise kleiner Eingriff in die Freiheit des Einzelnen. Dennoch geht der pauschale Vorschlag fehl. Es gibt Betriebe und Schulen, die so groß und gut zu lüften sind, dass Abstand die wirksamere Prophylaxe ist.

Man weiß aber, dass Enge, geschlossene Räume dem Virus beste Bedingungen bieten. Wenn die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten am Donnerstag nach einem Feld suchen, auf dem bundesweit striktere Regeln sinnvoll wären, dann sollten sie über eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern und Versammlungen reden.

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