Umweltschutz

Nicht das letzte Wort

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Leider blockieren Russland, China und Norwegen eine Meeresschutzgebiet in der Antarktis

Es geht um die Heimat von Pinguinen, Walen und Robben – die Antarktis. Der Klimawandel hat in Teilen des weißen Kontinents zu einem Temperaturanstieg um über zwei Grad Celsius geführt, und Fischerei-Trawler warten nur darauf, die Region als neues Fanggebiet zu erschließen. Sie haben es vor allem auf den Krill abgesehen, der die Nahrungsgrundlage von Walen und anderen Lebewesen in der Region bildet. Eigentlich keine Frage, der Schutz dieses sensiblen Ökosystems muss ausgeweitet werden.

Seit Jahren kämpfen Umweltschützer und Politiker hier um die Einrichtung eines neuen Meeresschutzgebietes im Weddell-Meer. Die Chancen standen nicht schlecht, nachdem die EU sich beim Treffen der zuständigen Kommission dafür starkgemacht hatte und vor zwei Jahren bereits ein Schutzgebiet im Ross-Meer eingerichtet worden war. Doch die Pläne wurden blockiert – von Russland, China und Norwegen.

Bleibt nur zu hoffen, das diese Entscheidung im nächsten Jahr revidiert wird, wenn das Thema erneut aufgerufen werden wird. Die ökonomischen Interessen, die Ausbeutung der Ressourcen unter den wegschmelzenden Eismassen zu forcieren, ist groß – das zeigt sich ja auch an der Arktis, wo es unter anderem um Erdöl und Erze geht. Sie dürfen nicht das letzte Wort haben. Bericht S. 13

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