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Immer mehr Kindern und Jugendliche bekommen die Diagnose „Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen“ (ADHS) gestellt.
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Immer mehr Kindern und Jugendliche bekommen die Diagnose „Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen“ (ADHS) gestellt.

Auslese

Nicht jedes Kind ist gleich

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Immer mehr Kinder, so haben die Diagnosezahlen der größten deutschen Krankenkasse Barmer GEK ergeben, leiden an ADHS, dem sogenannten Zappelphilipp-Syndrom.

Wer nach Gründen für die Zunahme der Aufmerksamkeitsstörung sucht, tue sich schwer, schreibt die Süddeutsche Zeitung. „Einerseits entspricht die Behandlung mit Medikamenten dem medizinischen Standard. Andererseits kann man auch feststellen, dass in Gegenden mit vielen Kinder- und Jugendpsychiatern auch besonders viele Kinder und Jugendliche an ADHS leiden. Ein Zusammenhang zwischen ärztlichem Angebot und Krankheit scheint also zu bestehen. Auffällig ist aber auch, dass besonders viele Kinder aus sozial schwachen Schichten mit Ritalin behandelt werden. Akademiker-Haushalte agieren zurückhaltender.“ Vielleicht sollte man die Behandlung einfach erweitern, schlägt die Süddeutsche vor. „Bevor Ritalin verordnet werden kann, sollte jeder Vater und jede Mutter einfach mal selbst so eine Pille probieren. Die Eltern würden sofort erkennen, wie potent und mächtig und Bewusstseins-ändernd dieses Mittel ist, das sie ihren Kindern zumuten möchten. Vielleicht kommen sie dann zu dem Schluss, es doch noch einmal anders zu versuchen.“

Bisweilen ist sogar von Kinder-Koks die Rede, und das geht den betroffenen Eltern schwer auf die Nerven. „Es widert mich langsam wirklich an, wie hier und auch anderswo nicht betroffene leichtfertig die Schuld an der Bildungsmisere den Eltern in die Schuhe schieben“, schreibt ein Leser auf Focus-Online. „Unser Kind hat einen furchtbaren Leidensweg hinter sich und kann durch Ritalin wieder unbeschwert in die Schule gehen, mit Freunden spielen und entwickelt sich prima. Vor Ritalin versuchte die Klassenlehrerin unseren Sohn in die Sonderschule abzuschieben! Jetzt ist er auf dem Gymnasium (auf das er unbedingt wollte) glücklich und im oberen Mittelfeld dabei. Vorher hatte er Phasen, in denen er fast schon autistisch war, jetzt ist er ausgeglichen und meist konzentriert. Wenn das schlecht sein soll, dann bitte schön her damit. AD(H)S durch Verhaltenstherapie behandeln – Das kann nur von einem nicht betroffenen kommen.“

Aber was tun? Die Internetseite Ritalin-kritik.de versucht es auf natürliche Art. „Die Ernährung spielt eine große Rolle. Vitamine (vor allem C, B-Gruppe und Vitamin E), bestimmte Aminosäuren ( zum Beispiel Tryptophan, L-Theanin, Ariginin, Tyrosin), Fette (vor allem diejenigen Fette, mit ungesättigten Fettsäuren) und Mineralstoffe (vor allem Magnesium) können zur Beruhigung Ihres Kindes beitragen.“ Helfen könne auch das Weglassen von Süßigkeiten und Konservierungsstoffen. „Manchmal können auch Kuhmilch, Getreide oder Hühnereier Auslöser von Überdrehtheit, Nervosität und Unkonzentriertheit sein. Die Überspanntheit ist hier sozusagen eine allergische Reaktion auf diese Nahrungsmittel. Bitte beachten Sie hierbei: Nicht jedes Kind ist gleich.“

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