1. Startseite
  2. Meinung

Neustart für Carsharing

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Frank-Thomas Wenzel

Kommentare

Mercedes und BMW verkaufen ihre Carsharing-Tochter Share Now.
Mercedes und BMW verkaufen ihre Carsharing-Tochter Share Now. © Jens Kalaene/dpa

Autoteilen hat nur dann eine Zukunft, wenn dies Art der Mobilität mit Subventionen zu einer Ergänzung des ÖPNV ausgebaut wird. Ein Kommentar.

Es ist das Eingeständnis eines Scheiterns: Mercedes und BMW verkaufen ihre Carsharing-Tochter Share Now. Die französisch-italienische Opel-Mutter Stellantis übernimmt das Geschäft, das für die Manager der beiden deutschen Autobauer zunehmend zu einem ärgerlichen Anhängsel geworden war. Carsharing passt nicht mehr in deren Konzept, da sie sich der luxuriösen Individualmobilität mit immer größeren Autos verschrieben haben.

Der Ausflug in die Welt der „neuen Mobilität“ beruhte ohnehin auf einer krassen Fehlanalyse: Angeblich wollten immer mehr junge Leute, die in Großstädten wohnen, vom Privat-Pkw nichts mehr wissen. Doch die Pkw-Abstinenz stellte sich nicht ein. Carsharing fungiert heute bestenfalls als gelegentliche Ergänzung zur Nutzung des eigenen Wagens. Entsprechend bescheiden lief das Geschäft von Share Now.

Das heißt aber nicht, dass das Autoteilen keine Zukunft hat. Es gilt noch immer, die Zahl der Pkw in den Städten zu reduzieren. Dies kann klappen, wenn Carsharing mit Subventionen zu einer Ergänzung des ÖPNV ausgebaut wird.

Auch interessant

Kommentare