Syrien

Neues Unheil

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Die von Trump als guten Deal gepriesene Waffenruhe in Syrien taugt nicht und stoppt das Unheil durch die türkische Invasion nicht.

Donald Trump sieht sich selbst mal wieder als Gewinner. Die von den USA und der Türkei verhandelte Waffenruhe in Nordsyrien sei ein „tolles Ergebnis“. Der „Deal“ von US-Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo mit Präsident Recep Tayyip Erdogan markiere einen „großartigen Tag für die Menschheit“, Trump malt sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Dies hat mit der Wirklichkeit im Nahen Osten nichts gemein.

Die Waffenruhe ist brüchig. Die türkische Offensive hat überdies Fakten geschaffen, die neues Unheil heraufbeschwören. Mehr als 200 Kurden sind tot, darunter viele Kinder. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Etliche Schergen des sogenannten Islamischen Staates entkamen aus Gefangenenlagern. Trump verriet seine engsten Partner im Kampf gegen den IS. Die Kurden riefen Baschar al-Assad und dessen Armee im Kampf gegen die türkischen Truppen zur Hilfe – so erlangten das Regime in Damaskus und dessen Schutzmächte Russland und Iran die Kontrolle über weite Teile Nordsyriens zurück. Sie sind die wahren Gewinner von Trumps „Deal“. 

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