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Das Etikett ist neu, die Inhalte alt: Merchandise-Artikel vom Front National.

Front National

Die neue alte Rechte

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Der Name ist geändert, der Parteigründer Jean-Marie Le Pen aufs Altenteil geschoben. Aber hinter dem neuen Etikett der französischen Rechtspopulisten stecken die alten Inhalte.

Das war wohl nichts. So sehr Marine Le Pen auch beteuert, der Front National habe sich erneuert: Die Grundfesten der Partei sind die alten. Gewiss, die Vorsitzende hat einen neuen Parteinamen präsentiert. Der zu rechtsradikalen Ausfällen neigende Parteigründer Jean-Marie Le Pen ist auf dem Altenteil gelandet. Aber das Programm ist geblieben. Ein Antiprogramm, das sich gegen die EU und gegen Einwanderer richtet. Und die alte Parteichefin ist auch die neue.

Genauso falsch wie die Rede von der umfassenden Erneuerung des FN ist freilich die Vorstellung, Frankreichs Rechtspopulisten würden bleiben, wo sie sind: ganz unten. Nach wie vor fühlt sich ein Gutteil der Franzosen von den Eliten im Stich gelassen. Die Angst vor unkontrollierter Einwanderung lässt zwei Drittel der Bevölkerung nach Härte rufen. Das Versprechen von Präsident Macron, eine EU zu schaffen, welche die Bürger schützt, ist nicht eingelöst.

Auch wenn aus der Erneuerung des FN nichts geworden ist: Mit dem Altbestand lassen sich durchaus neue Erfolge erringen.

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