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Die neue FDP ist die alte

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Von: Elena Müller

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FDP-Chef Christian Lindner steht beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP vor einer Videoleinwand.
FDP-Chef Christian Lindner steht beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP vor einer Videoleinwand. © dpa

Die FDP will einen Neuanfang, eine Rückbesinnung auf die liberalen Wurzeln in jugendlicherem Gewand. Aber sie wollen auch nicht zu viel wagen und sich nicht vollkommen neu erfinden. Ein Kommentar.

Die FDP will einen Neuanfang, eine Rückbesinnung auf die liberalen Wurzeln in neuem, jugendlicherem Gewand. Aber die Freidemokraten wollen auch nicht zu viel wagen und sich nicht vollkommen neu erfinden. Neben einem neuen Logo mit der dritten Farbe Magenta schickt die FDP in Hamburg und Bremen zwei junge Frauen ins Rennen um die Präsenz in den Landesparlamenten. Katja Suding und Lencke Steiner sollen die neue Weiblichkeit der FDP darstellen. Sie geben sich frisch, zielstrebig und scheinen tatsächlich eine kleine Chance auf Erfolg zu haben. Aber die Partei schafft es nicht, dieses Potenzial zu nutzen, sondern hält starr an ihren Prinzipien fest.

Beispiel Quote: Suding betonte in Stuttgart, es sei aus ihrer Sicht egal, welches Geschlecht man in ihrer Partei habe. Frauen könnten aufsteigen, wenn sie nur hart genug arbeiteten. Sie sei schließlich das beste Beispiel dafür.

Damit vergeben die Liberalen die wichtige Chance, sich eine kleine, aber bedeutende Nische zu erobern. Aus ihrer Sicht funktioniert Gleichberechtigung auch ohne Quote. Wenn sie schon entgegen allen Realitäten daran festhalten, dann müssen sie eine Politik entwerfen, die allen die gleichen Chancen bietet. Sonst hat die FDP die letzte Chance vertan, die ihr noch blieb.

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