+
Abenddämmerung hinter dem Weißen Haus in Washington, in dem ein zunehmend nervös wirkender Donald Trump residiert.

USA

Nervosität im Weißen Haus

  • schließen

US-Präsident Donald Trump sucht nach Entscheidungen, die sich bei seiner Anhängerschaft verkaufen lassen, während Robert Muellers Untersuchungen immer weitere Kreise ziehen. Der Kommentar.

Ausgerechnet zum Fest des Friedens spitzt sich der Machtkampf in Washington zu. US-Präsident Donald Trump geht bis zum Äußersten, um die Finanzierung der geplanten Mauer zu Mexiko zu erzwingen. Reihenweise schließen die Bundesbehörden, Tausende Mitarbeiter werden in einen unbezahlten Weihnachtsurlaub geschickt – obwohl es an der Grenze weniger illegale Übertritte gibt als in den vergangenen Jahren.

Noch folgenreicher ist der überstürzte Abzug der US-Soldaten aus Syrien und die geplante Truppenreduzierung in Afghanistan. Wohlwissend, dass ausgerechnet das iranische Regime und Russland zu den Profiteuren der Kurzschlussreaktionen zählen, sucht Trump nach Entscheidungen, die sich bei seiner Anhängerschaft gut verkaufen lassen.

Hinter all dem versteckt sich ein tieferer Beweggrund: Die Nachforschungen des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller rücken immer näher an das Weiße Haus heran. Es mehren sich die Hinweise, dass demnächst auch Trumps Sohn Donald Junior und Schwiegersohn Jared Kushner ins Visier geraten könnten. Die Nervosität steigt, zumal der frühere Wahlkampfmanager Paul Manafort ebenso zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde wie Trumps persönlicher Anwalt Michael Cohen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare