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Die weltweite Kampagne gegen die Adani-Kohlemine in Australien läuft schon lange – Aufmerksamkeit hierzulande bekam sie erst, als mit Siemens ein Konzern attackiert wurde, der versucht, sich an die Spitze grüner Technologien zu setzen.

Fridays for future

Nadelstiche statt Demos

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Die Bewegung für den Klimaschutz verändert richtigerweise ihre Strategie und variiert den Protest.

Das Jahr 2020 ist noch nicht mal drei Wochen alt, und Luisa Neubauer von Fridays for Future dominiert wieder die Nachrichten. Und das ohne Massendemos oder Klimastreiks. Die führenden Aktivisten der Klimabewegung haben ihre Strategie verändert – und, Neubauer voran, wieder alles richtig gemacht.

Die Massenproteste ohne konkreten Adressaten haben ihren Zweck erfüllt, doch die Bewegung verschwindet nicht, sie verändert ihre Strategie. Sie sucht sich Verbündete und variiert die Protestformen. Die weltweite Kampagne gegen die Adani-Kohlemine in Australien läuft schon lange – Aufmerksamkeit hierzulande bekam sie erst, als mit Siemens ein Konzern attackiert wurde, der versucht, sich an die Spitze grüner Technologien zu setzen.

Auch die Klimaklagen gegen die Bundesregierung laufen schon lange - die Allianz von Umweltverbänden bekommt durch Neubauer mehr Aufmerksamkeit. Nächste Woche ist die 23-Jährige mit Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in Davos, anschließend bei der Siemens-Hauptversammlung. Dann geht das Protestjahr erst richtig los.

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