Die Partei muss mit Kanzlerin Angela Merkel die Machtübergabe klären.
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Die Partei muss mit Kanzlerin Angela Merkel die Machtübergabe klären.

Kommentar

Nachfolge von AKK: Die CDU steht vor einer sehr komplexen Aufgabe

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Es ist möglich, aber nicht garantiert, dass die Christdemokraten sich inhaltlich für die Bundestagswahl neu aufstellen und eine Führungsperson finden, die auf Merkel folgt. Ein Kommentar.

Die CDU sollte bei der Suche nach einer Person für die Kanzlerkandidatur und den Posten des CDU-Vorsitzenden dem Motto folgen: Mach langsam, wenn es schnell gehen muss. Zeit müssen sich die Christdemokraten nehmen, weil sie zunächst inhaltlich klären müssen, ob sie mit einem konservativeren Profil in die Bundestagswahl 2021 gehen wollen oder lieber an dem bisherigen Kurs festhalten wollen. Danach kann und sollte der passende Kandidat festgelegt werden.

CDU Nachfolge: Klärung der Machtübergabe mit Angela Merkel

Zeitgleich muss die Partei mit Kanzlerin Angela Merkel die Machtübergabe klären. Eine Staffelübergabe vor der Wahl im kommenden Jahr dürfte Koalitionspartner SPD kaum unterstützen. Hat der Amtsinhaber doch meist einen Bonus bei einem Urnengang.

Also müsste die Person für die vakanten Posten damit einverstanden sein, dass Merkel bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleiben darf. Dies erfordert einige Disziplin der Kandidatin oder des Kandidaten. Aber vor allem müsste dann die Partei hinter dem Favoriten stehen. Das wäre für die große Koalition und die EU-Ratspräsidentschaft das Beste, um politische Projekte voranzubringen.

Die Christdemokraten müssen also eine komplexe Aufgabe lösen. Möglich ist das, garantiert aber nicht.

Schwierig wird die Festlegung eines Zeitpunkts für die Neuaufstellung der CDU. Es gibt gute Gründe gegen einen schnellen, aber auch gegen einen späten Wechsel.

Der CSU-Chef Markus Söder ist währenddessen gegen eine Bruch mit der „Ära Merkel“. Der CSU-Chef hat schon genaue Vorstellungen, wie es mit der Union weitergehen soll - und wie in Thüringen. Der Ticker.

Gleichzeitig fordert die Junge Union den Landesvorstand in Thüringen neu wählen. Grund sei eine Welle von Parteiaustritten.

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