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Will sein Reformprojekt angehen: Emmanuel Macron.

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Mutter sein ist kein Privileg

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Frankreich will auch alleinstehenden und lesbischen Frauen die künstliche Befruchtung erlauben. Was spricht eigentlich dagegen? Der Kommentar.

Das Vorhaben der französischen Regierung, auch homosexuellen und alleinstehenden Frauen die künstliche Befruchtung zu ermöglichen, ist ein großer Fortschritt. Bisher müssen sie sich zur Behandlung ins Ausland begeben und dafür aus eigener Tasche bezahlen oder gar gänzlich auf ihren Kinderwunsch verzichten – im Gegensatz zu Frauen in heterosexuellen Beziehungen, die nicht auf natürlichem Weg schwanger werden können.

Zwar gilt: Über dem „Recht auf ein Baby“ muss immer das Wohl des Kindes stehen. Und wer dank einer Samenspende geboren wird, kennt in den meisten Fällen seinen biologischen Vater und damit einen Teil der eigenen Geschichte nicht. Aber das kann auch bei einer natürlichen Zeugung passieren.

Bemühen sich eine Frau alleine oder ein lesbisches Paar gemeinsam um künstliche Befruchtung, ist davon auszugehen, dass es sich um ein echtes Wunschkind handelt. Damit dieses gut ins Leben startet, kommt es letztlich auf ein liebevolles und fürsorgliches Umfeld an. Deshalb ist es richtig, das Gesetz endlich der Lebensrealität vieler Menschen anzupassen.

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