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In Computerspielen dürfen wie in Filmen Nazi-Symbole auftauchen

Vielen Eltern und Pädagogen wird nicht gefallen, dass die nationale Prüfstelle für Computerspiele (USK) beschlossen hat, digitale Spiele wie auch Kinofilme als Kulturgut zu betrachten. Deshalb dürfen Nazi-Symbole künftig in Spielen gezeigt werden. Kritiker fürchten, dass Ballerspiele die Jugend verrohen. Sie weisen darauf hin, dass die Täter von Schulmassakern auf ihren Rechnern solche Spiele gespeichert hatten. Studien haben aber keinen direkten Zusammenhang nachweisen können.

Computerspiele sind ein Teil unserer Alltagskultur. Deshalb ist es richtig, die Spiele wie Kinofilme zu behandeln. Die Nazi-Symbole dürfen aber nur gezeigt werden, wenn dies der Darstellung von Vorgängen des Zeitgeschehens dient. Da beginnen die Probleme. Im Film sind Hakenkreuze vor allem in Dokumentationen oder satirischer Unterhaltung zu finden. In strittigen Computerspielen geht es um Schlachten. Der Grundsatzentscheidung werden deshalb Einzelprüfungen folgen. Denn die Sache mit der künstlerischen Freiheit und dem Verdacht der Zensur ist so alt wie die Kunst selbst. Bericht S. 4

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