Die Führung in Peking versucht, die Demokratiebewegung in Hongkong zu unterdrücken.
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Die Führung in Peking versucht, die Demokratiebewegung in Hongkong zu unterdrücken.

Kommentar

EU muss neue Wege finden

  • Damir Fras
    vonDamir Fras
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Brüssel sollte mit Peking im Dialog bleiben, um das belastete Verhältnis zu entspannen, darf dabei aber die eigenen Werte nicht verraten. Der Kommentar. 

Die Corona-Pandemie hat das nie spannungsfreie Verhältnis zwischen der EU und China stärker belastet. Die Führung in Peking betreibt Virus-Desinformationskampagnen oder versucht, die Demokratiebewegung in Hongkong zu unterdrücken. Europa reagiert, in dem es den Druck auf China leicht erhöht. Es soll bald Regeln geben, die es Staatskonzernen erschweren sollen, europäische Firmen aufzukaufen.

Leicht wird es nicht, das Vertrauen wiederherzustellen, das in den letzten Monaten verloren gegangen ist. Die Videokonferenz zwischen der EU-Spitze und der Führung in Peking könnte ein erster Schritt gewesen sein. Zugleich hat die Pandemie die gegenseitige Abhängigkeit unterstrichen. Die EU sorgt sich, von China abhängig zu sein, wenn es etwa um Medikamente geht. China braucht die Europäer vor allem, solange in den USA ein Präsident regiert, der mit der Abrissbirne Politik betreibt. Europa wird einen neuen Weg finden müssen, mit dem Systemkonkurrenten China umzugehen. Sanktionen, wie sie dem US-Präsidenten vorschweben, führen zu nichts.

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