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Warum Musk sich mit Twitter überheben könnte

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Von: Christoph Höland

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Twitter strotzt vor Hass und Hetze. Was wird Elon Musk dagegen tun?
Twitter strotzt vor Hass und Hetze. Was wird Elon Musk dagegen tun? © Patrick Pleul/dpa

Elon Musk kann Twitter übernehmen. Wenn es soweit ist, wird der Multimillionär schnell feststellen, dass unbegrenzte Meinungs- und Redefreiheit im Internet zu viel Unfug führt. Über derlei Risiken hat Musk bislang kein Wort verloren. Der Kommentar.

Elon Musk übernimmt Twitter – und begründet das Engagement mit dem Kampf für Meinungs- und Redefreiheit. Doch von den wolkigen Versprechen wird das soziale Netzwerk nicht besser. Stattdessen birgt der Vorstoß Risiken für den Kampf gegen Hass im Netz.

Mit Tesla hat Musk die Autobranche aufgemischt, längst schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen. Und seine Raketenfirma Space X entwickelt sich prächtig. All das könnte Musk, ohnehin der reichste Mensch der Welt, bald zum weltweit ersten Billionär machen.

Mit Twitter wird Musk trotzdem kein leichtes Spiel haben. Weniger wegen der Geschäftsaussichten, die für ihn offenbar zweitrangig sind. Viel mehr brockt sich Musk einen Haufen Ärger ein. Denn Twitter ist eben auch eine Plattform, die vor Hass und Hetze strotzt.

Musk wird schnell feststellen, dass unbegrenzte Meinungs- und Redefreiheit im Internet zu viel Unfug führt. Und für den wird Musk als Unternehmenseigner geradestehen müssen, so wollen es immer mehr Gesetzgeber. Gerade erst hat sich die EU auf den Digital-Services-Act geeinigt – ein unentschlossener Kampf gegen die Hetze könnte Twitter künftig teuer zu stehen kommen.

Über derlei Risiken hat Musk bislang kein Wort verloren. Im besten Fall, weil er glaubt sie in den Griff zu bekommen. Im schlimmsten Fall, weil er Hass und Hetze für kein großes Problem hält. Für letzteres spricht Musks grober Humor, der ihm in der Vergangenheit unter anderem Kritik von KZ-Gedenkstätten eingebracht hat.

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