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Musk, der planlose Twitter-Boss

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Von: Frank-Thomas Wenzel

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Übergroßes Ego: Elon Musk, Eigentümer von Twitter.
Übergroßes Ego: Elon Musk, Eigentümer von Twitter. © Brendan Smialowski/Imago

Mit seinen Attacken gegen Apple zeigt der Twitter-Chef vor allem, dass er kein Konzept hat für eine Zukunft des Kurznachrichtendienstes. Der Kommentar.

Elon Musk legt sich mit Apple an. Das musste kommen, und es dürfte nicht die letzte Attacke gegen ein großes Unternehmen sein, wobei er gleich mit einem der reichsten und erfolgreichsten angefangen hat. Typisch Musk. Er trägt dabei das Argument der Meinungsfreiheit vor sich her, und er beklagt die Marktmacht von Apple. Richtig ist: Tatsächlich kontrolliert Apple mit der Google-Mutter Alphabet weitgehend die Funktionen der Smartphones weltweit.

Aber um den Kampf gegen ein globales Duopol geht es dem Twitter-Eigner nicht wirklich und um Meinungsfreiheit schon gar nicht. Doch jetzt will Apple die Werbung auf Twitter massiv zurückfahren. Viele andere Unternehmen tun das auch, weil just Musk gerade die Reputation der Plattform massiv beschädigt.

Dies führt zu einer Frage: Warum inszeniert das vermeintliche Wunderkind dieses Scharmützel in aller Öffentlichkeit? Sein übergroßes Ego dürfte ein Faktor sein. Doch die Attacken zeigen vor allem eins: Musk hat sich mit dem 44 Milliarden Dollar schweren Kauf völlig verrannt, und er hat kein Konzept für eine Zukunft von Twitter.

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