Nord Stream 2

Mitschuld an Sanktionen

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Die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 sind nichts anderes als Erpressung. Der Kommentar.

Donald Trump will US-amerikanisches Fracking-Gas nach Europa verkaufen. Da ist ihm die russische Konkurrenz ein Dorn im Auge. Trumps vorgeschobenes Argument, es gehe um die Sicherheit Europas, klingt aus dem Mund des Nato-Verächters und Putin-Bewunderers wie Hohn.

Keine Frage: Auch Putin agiert skrupellos. Moskau hat gezeigt, dass es gegenüber Transit-Ländern nicht zögert, die „Energiewaffe“ einzusetzen. Aber die Abhängigkeit Deutschlands von Moskau wird durch Nord Stream 2 nicht größer. Russland ist auch abhängig – von Einnahmen aus dem Gasverkauf.

Für die Bundesregierung könnte die Situation kaum verfahrener sein. Das ist vor allem selbst verschuldet: Energiepolitisch kommt dem Gas durch den Ausstieg aus Kohle und Atom und den schleppenden Ausbau der Erneuerbaren künftig eine überragende Bedeutung zu. Doch man hat mit dem Projekt Nachbarn vor den Kopf gestoßen. Das macht die Erpressung durch Trump nun erst möglich. Ob Nord Stream 2 zu Ende gebaut wird, ist, Stand heute, nicht sicher.

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