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Misstrauen ist bei Armen und Rechten zu Hause - was tun?

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Wo das Geld knapp und und das Denken rechts ist, traut man den anderen Menschen weniger als anderswo. Das ist ein dringender Auftrag an die Politik. Der Kommentar.

Ich vertraue dir blind.“ Ein glücklicher Mensch, der das zu einem anderen sagen kann. Vertrauen setzt auf Verlässlichkeit, befreit von Angst und schafft die Grundlage für menschliche Beziehungen. Individuell und kollektiv.

Um so irritierender ist der Befund einer aktuellen Umfrage: Rund die Hälfte aller Deutschen sagen, dass sie „den meisten Menschen nicht vertrauen“. Was bedeutet, dass sie nicht auf die Redlichkeit von Personen und die Wahrhaftigkeit von Handlungen bauen. Dass sie sich von Feinden umstellt sehen.

Besonders ausgeprägt ist diese Einstellung bei Menschen, denen es materiell schlecht geht oder die sich im rechten Spektrum sehen. Ihr Misstrauen gegen alles und jeden bildet das Einfallstor für populistische und nationalistische Versprechen. Denn auch sie sind auf der Suche nach Verlässlichkeit, die AfD & Co. suggerieren.

Bei diesen Menschen muss verlorenes Vertrauen wiedergewonnen werden. Denn Vertrauen ist mehr als Glaube und Hoffnung, es hat Grundlagen, die geschaffen werden können. Eine politische und gesellschaftliche Herkulesaufgabe – aber notwendig. 

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