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Den Stundensatz von 8,50 Euro spätestens zum Januar 2017 haben die meisten Branchen inzwischen einkalkuliert.
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Den Stundensatz von 8,50 Euro spätestens zum Januar 2017 haben die meisten Branchen inzwischen einkalkuliert.

Mindestlohn

Mindestlohn ist kein Anhängsel

  • Karl Doemens
    VonKarl Doemens
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Arbeitgeber und Arbeitnehmer möchten die Höhe des Mindestlohns am liebsten künftig unter sich aushandeln. Hoffentlich bleibt die schwarz-rote Koalition hart.

Das hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften fein ausgedacht: Mit Hilfe der „Bild“-Zeitung wollten ihre Chefs noch eine Änderung am Mindestlohn-Gesetz durchsetzen. Nur alle zwei Jahre soll nach dem Willen der Tarifpartner die Lohnuntergrenze angepasst werden, und zwar immer automatisch in der Höhe der vorangegangenen Tarifabschlüsse. Doch der Vorstoß ging in die Hose. Erst druckte das Massenblatt ausgerechnet jene Passage des Interviews nicht. Und nun stellen sich Politiker von Union und SPD dem Ansinnen in den Weg.

Es ist zu hoffen, dass Schwarz-Rot hart bleibt. Es geht nämlich um keine Kleinigkeit. Den Stundensatz von 8,50 Euro spätestens zum Januar 2017 haben die meisten Branchen inzwischen einkalkuliert. Doch wie es danach weitergeht, ist derzeit offen. Nach dem Willen der Koalition soll eine Kommission darüber jährlich befinden. Das gefällt Arbeitgebern und Arbeitnehmern nicht. Sie möchten den Mindestlohn zu einem Anhängsel ihrer Tarifverhandlungen machen. Der Mindestlohn ist aber ein politischer Kompromiss zwischen dem Anspruch des Niedriglöhners auf Anerkennung seiner Arbeit und dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Er kann mal stärker oder auch schwächer als die Tariflöhne steigen. Das rechte Maß muss die Kommission finden.

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