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Bischöfe erwarten die Messe zur Eröffnung des Synodentreffens im Vatikan.

Katholische Kirche

Miese und alte Reflexe des Vatikans

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Erneuerung der Kirche? Nicht mit dem Vatikan. Jüngstes Opfer des Machtgebarens der Kirchenzentrale ist der bisherige Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen in Frankfurt. Ein Kommentar.

Ein Wendepunkt sei erreicht, hat Reinhard Kardinal Marx bei der Vorstellung der Missbrauchsstudie vor zwei Wochen gesagt, eine Zäsur in der Geschichte der Kirche. Das war ein großes Wort. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat es umgehend bezweifelt, und die Kirche selbst straft es Lügen. 

Im Vatikan löst der bloße Ruf nach Bewegung beim Reizthema Homosexualität oder in der Ämterfrage die miesen, alten Reflexe aus: drangsalieren, sanktionieren – und das am liebsten ohne Öffentlichkeit, ganz im Geheimen. 

Jüngstes Opfer dieses Machtgebarens einer Kirchenzentrale, die ihre wahre Autorität längst verloren hat, ist der bisherige Rektor der Jesuitenhochschule Sankt Georgen, einer für ihr theologisches Niveau und ihre Agilität hochrenommierten Institution. Wie Rom kritische Anfragen des Theologen Ansgar Wucherpfennig mit faktischer Amtsenthebung und der Forderung intellektueller Unterwerfung beantwortet, das erinnert fatal an den Selbstschutz der Institution im Missbrauchsskandal. 

Statt sich ihren Problemen zu stellen, geschweige denn sie zu lösen, verdrängt und unterdrückt die Kirche die Problemanzeige. Das ist nicht nur armselig und unwürdig, sondern am Ende auch selbstzerstörerisch.

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