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Für die #MeToo-Bewegung ist das ein Rückschlag.

#MeToo und Weinstein

Der reiche weiße Weinstein bringt die Frauen zum Schweigen

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Der angestrebte Vergleich mit betroffenen Frauen behindert eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Fall Weinstein. Er hatte die #MeToo-Debatte ausgelöst. 

Harvey Weinstein ist noch lange nicht aus dem Schneider. Der Film-Produzent, dessen zwanghafter Machtmissbrauch die #MeToo-Bewegung angestoßen hat, muss sich noch immer wegen Vergewaltigung in zwei Fällen einem New Yorker Geschworenengericht stellen. Und doch hat seine außergerichtliche Einigung mit 80 Klägerinnen die Anmutung eines Ablasshandels.

#Metoo: Entschädigung für Weinstein-Opfer

Weinsteins Anwälte haben erreicht, dass sich die Frauen mit einem Entschädigungsfonds von 30 Millionen Dollar zufrieden geben statt vor Gericht darüber zu reden, wie in der Weinstein Company sexuelle Ausbeutung toleriert und ermöglicht wurde. Die Einigung ist ein erneuter Fall eines reichen, weißen Mannes, der sich eine öffentliche Demütigung erspart und seine Opfer zum Schweigen bringt.

Für die #MeToo-Bewegung ist dies ein Rückschlag. Ein Verfahren, in dem in allen Details eine toxische männliche Arbeitsplatzkultur offengelegt wird, hätte viel beigetragen, solche Zustände dauerhaft zu verhindern. Diese Gelegenheit wurde am Verhandlungstisch durch Weinsteins Star-Anwälte verhindert.

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