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Merkels Beitrag

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Die Kanzlerin trifft bei der Coronakrise den richtigen Ton und verspricht Frimen Hilfe, die sie aber och leisten muss. Ein Kommentar.

Es ist die vierte Krise, die Kanzlerin Angela Merkel meistern muss: Der Beinahe-Zusammenbruch der Weltwirtschaft 2008, der drohende Untergang des Euro in den Folgejahren, die hohe Zahl von Flüchtlingen 2015 und nun die Corona-Epidemie. Stets lief sie zur Hochform auf, wenn die Probleme am Größten waren.

Bei der Coronakrise schien es, als versage sie auf den letzten Metern ihrer Regierungszeit: Wochenlang ließ sie zu Corona nichts von sich hören, lediglich ihr Gesundheitsminister Jens Spahn ackerte sich durch Pressekonferenzen und Talkshows.

Doch mit dem Auftritt am Mittwoch hat sie die anfänglichen Fehler ausgebügelt: Mit ihrem Appell an die Solidarität in der Gesellschaft hat sie den richtigen Ton gesetzt. Die Epidemie wird man nicht allein durch Verbote in den Griff bekommen.

Jeder ist gefordert, sein Verhalten so umzustellen, dass er sich und andere nicht gefährdet. Die meisten werden gut durch die Epidemie kommen, selbst wenn sie sich anstecken. Doch es geht um den Schutz von älteren und chronisch kranken Menschen.

Die andere Botschaft ist ebenso wichtig: Der Staat wird alles tun, um den Firmen zu helfen und Entlassungen zu verhindern – egal, was es kosten wird. Jetzt muss die Regierung aber auch liefern. 

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