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Die Solidarität in Europa versagt - die Leidtragenden sind Menschen in Not.

Kommentar

Mehr Solidarität!

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Die EU-Staaten könnten und müssten Flüchtlinge aufnehmen und innerhalb Europas verteilen, um das Drama auf dem Mittelmeer zu beenden. Ein Kommentar.

Wie sich die Bilder gleichen! Nach der „Sea Watch 3“ schreiben „Alan Kurdi“ und „Alex“ zwei weitere Kapitel im Flüchtlingsdrama. Der Unterschied besteht darin, dass Italien der „Alex“ erlaubt hat, Flüchtlinge in Lampedusa an Land zu lassen, aber die „Alan Kurdi“ abgewiesen hat, weshalb sie nun auf dem Weg nach Malta ist.

Die privaten Seenotretter übernehmen die Aufgaben der EU. Daran ändert das Vorgehen des italienischen Innenministers Matteo Salvini nichts. Vordergründig will er verhindern, dass Italien weiter Flüchtlinge aufnimmt. Doch dafür müsste er die Häfen des Landes nicht für Boote mit Migranten sperren und Italien auf diesem Weg abschotten. Er könnte auch für eine solidarische Lösung werben. Dann könnte Italien Hilfsbedürftige aufnehmen und auf andere EU-Staaten verteilen - so wie es Innenminister Horst Seehofer (CSU) angeboten hat.

Nur weil die Solidarität in Europa versagt – die Solidarität mit den Flüchtlingen und die der Europäer untereinander –, sehen wir die Bilder des Flüchtlingsdramas. Hoffentlich wird das bald überflüssig.

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