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Einige wenige Jahrgänge sind bereits in die Schulen zurückgekehrt.

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Eine Industrienation wie Deutschland sollte in der Corona-Krise mehr hinbekommen als einen Notbetrieb in Kitas und Schulen. Ein Kommentar.

Das Treffen von Bund und Ländern muss für Schulen und Kitas endlich so kreativ sein wie für den öffentlichen Nahverkehr, Baumärkte oder Buchläden. Sonst verfestigt sich der Eindruck, die Politikerinnen und Politiker lassen Kinder und Eltern alleine. Dabei könnten sie vielleicht von Nachbarn lernen. Schweden haben Kitas gar nicht geschlossen, Niederländer und Dänen öffnen sie teils schneller.

Immerhin gibt es in vielen Kitas einen Notbetrieb, sind einige wenige Jahrgänge bereits in die Schulen zurückgekehrt, wenn auch nur in einen eingeschränkten Unterricht mit täglich wenigen Stunden. Aber wie lange müssen die anderen zu Hause lernen und betreut werden? Was geschieht mit dem Unterrichtsstoff, der unter diesen Umständen nicht bearbeitet werden kann? Wie sollen Schülerinnen und Schüler benotet werden? Wie sollen Mütter und Väter im Homeoffice dauerhaft Kinder betreuen und beschulen?

Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten müssen sich fragen lassen, ob eine Industrienation wie Deutschland in der Corona-Krise nicht mehr hinbekommt als einen Notbetrieb in Kitas und Schulen. Sollte nicht viel mehr möglich sein, dann sollten sie dies den Eltern und Kindern auch offen sagen.

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