G7-Gipfel

Mehr als gedacht

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Die einzelnen Forschritte beim Gipfel sind wie im Fall des Schutzes des Regenwaldes sicher kein Durchbruch. Ein Kommentar.

Der G7-Gipfel hat mit der Hilfe gegen die Waldbrände im Amazonasgebiet und die wiederbelebten Gespräche mit dem Iran trotz einer fehlenden Schlusserklärung mehr auf der Habenseite als viele erwartet hatten. Das ist vor allem dem französischen Präsident Emmanuel Macron zu verdanken, der mit seiner ambitionierten Agenda die Themen gesetzt und damit gezeigt hat, dass es sich lohnt, ein solches Treffen für seine Ziele zu nutzen.

Die einzelnen Forschritte sind wie im Fall des Schutzes des Regenwaldes sicher kein Durchbruch. Schließlich werden ein paar Millionen Euro die unzähligen Feuer nicht löschen und eine Einigung auf Aufforstung ist zunächst nicht mehr als eine Willenserklärung. Im Fall Iran haben die Europäer nur gezeigt, dass es besser ist, miteinander zu reden als sich gegenseitig zu drohen.

Viel wichtiger ist aber, dass die Europäer in Zeiten des Umbruchs die Initiative ergriffen haben und den Multilateralismus auch gegen US-Präsidenten Donald Trump weiter entwickeln wollen. So werden die Schemen einer selbständigen europäischen Politik deutlich. Diesen Ansatz gilt es nun weiter zu verfolgen. Sollte sich Kanzlerin Angela Merkel auch noch stärker als bisher an Macron orientieren, dürfte noch mehr möglich sein als viele behaupten

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