Gleichberechtigung

Mehr für Frauen tun

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Hierzulande müssen Unternehmen vieles verbessern, damit sie im internationalen Vergleich bei Gleichberechtigung die hinteren Ränge verlassen und damit konkurrenzfähiger werden.

Die Zahlen sind beschämend. In 67 Ländern auf der Welt ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen kleiner als hierzulande. Noch deutlicher ist die Ungleichheit bei der Machtverteilung. In hiesigen Firmen haben die Herren das Sagen, im internationalen Vergleich reicht es gerade mal für Platz 89.

Diese Zahlen hat das Weltwirtschaftsforum erhoben. Die für ihre Treffen im schweizerischen Davos berühmte Institution gilt nicht als Hort des Feminismus. Aber die Experten dort haben verstanden, dass Gleichberechtigung nicht nur eine Frage von Anstand, Ethik oder Moral ist. Es geht um ökonomische Vorteile. Unternehmen, die in ihren Führungsetagen divers aufgestellt sind, schlagen sich im Wettbewerb besser. Frauen sind zudem das größte Fachkräftepotenzial des Landes. Doch noch immer ziehen sich hochqualifizierte Frauen aus dem Berufsleben zurück, wenn sie eine Familien gründen.

Die Wirtschaft sollte bei der Gleichberechtigung im eigenen Interesse Gas geben. Sonst wird die Politik eingreifen. Das macht die Dinge nur selten einfacher – und fast nie besser. 

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