Klima

Die Autobranche braucht mehr Mut

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Manager von Autoherstellern müssen wegen Klimaschutz und E-Mobilität schneller umdenken, sonst gefährden sie die Zukunft ihrer Unternehmen. Der Kommentar.

Pseudo-Geländewagen boomen seit Jahren. Sie blasen immer mehr des klimaschädlichen Treibhausgas in die Luft. Dabei müssen die Emissionen drastisch reduziert werden, um einen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung zu leisten. Die Autobranche bewegt sich also in die falsche Richtung.

Der Grund: Je größer der Verbrennungsmotor, desto höher sind die Renditen der Autobauer. Dies ist für die Branche das oberste Ziel. Bislang. Doch das Selbstverständnis der mächtigen Kraftfahrzeughersteller wankt. Brennglasartig wird das kurz vor der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt sichtbar.

Die Autolobby VDA sucht das Gespräch mit ihren Kritikern, mit Klima- und Umweltschützern, die weniger CO2-Emissionen fordern. Bernhard Mattes, VDA-Präsident, hat recht, wenn er von disruptiven Entwicklungen spricht. In der Branche wird mit der klimafreundlichen Elektromobilität alles auf den Kopf gestellt. Wer überleben will, muss Scheuklappen ablegen und Dogmen überwinden. Auch die Fixierung auf eine möglichst hohe Gewinnspanne. Die komplexe Transformation hin zur E-Mobilität gelingt nur, wenn die Manager den Mut haben, über mehrere Jahre massiv sinkende Renditen in Kauf zu nehmen. 

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