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Dringend nötig: Masterplan für Schutz der Infrastruktur

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Von: Tim Szent-Ivanyi

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Auch der Schienenverkehr muss vor Attacken besser geschützt werden.
Auch der Schienenverkehr muss vor Attacken besser geschützt werden. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bereits die Sabotage der beiden Nord-Stream-Pipelines hat gezeigt, dass kritische Infrastruktur einer besonderen Aufmerksamkeit bedarf. Der Kommentar.

Das Durchtrennen von zwei Kabeln reichte, um den Bahnverkehr für Stunden großflächig zum Erliegen zu bringen. Damit ist Deutschland nach der Sabotage der beiden Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee innerhalb weniger Wochen erneut Opfer einer gut organisierten Attacke auf seine Lebensadern geworden. Die Warnung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser nach der Nord-Stream-Attacke, man müsse sich auf Szenarien einstellen, die bis vor kurzem kaum denkbar gewesen seien, ist offenkundig berechtigt.

Zum Schutz der kritischen Infrastruktur ist ein Masterplan nötig, um die gesamte Sicherheitsarchitektur des Landes zu modernisieren. Telekommunikation, Energie, Wasserversorgung, die Gesundheitsinfrastruktur und der Verkehr müssen so gut wie irgend möglich gegen Attacken immun gemacht werden.

Klar ist aber auch: Einen hundertprozentigen Schutz wird es nie geben. Umso wichtiger ist, auch auf Blackouts vorbereitet zu sein. Hier liegt ähnlich viel im Argen. Die Bahnsabotage wird hoffentlich dazu beitragen, dass diese Missstände beseitigt werden.

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