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Martin Schulz gibt sich kampfeslustig.

SPD-Wahlkampf

Martin Schulz in der Offensive

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Martin Schulz kritisiert die Wahlkampfstrategie von Angela Merkel scharf. Die SPD muss sich etwas trauen. Ein Kommentar.

Ein „Anschlag auf die Demokratie“. Mit diesen unangemessenen Worten kritisierte Martin Schulz die Wahlkampfstrategie Angela Merkels, sich Konflikten möglichst zu entziehen. Richtig ist aber, dass der SPD-Vorsitzende und -Kanzlerkandidat jetzt persönlich verschärft die Auseinandersetzung mit der Amtsinhaberin sucht.

Zwar ist diese Strategie angesichts der hohen Beliebtheitswerte der Kanzlerin nicht ohne Risiko. Doch die SPD muss sich etwas trauen, wenn sie eine Chance haben will, in relevantem Maß aufzuholen. Die Menschen müssen spüren: Es macht einen Unterschied, ob sie Union oder SPD wählen, ob Merkel oder Schulz Kanzler wird. Gelingt das nicht, hat die Amtsinhaberin schon von vorneherein gewonnen.

Dass die Wahlkampfstrategie von Schulz und den Sozialdemokraten bislang zu verzagt war, zeigt sich beim Thema Ehe für alle. Jetzt – nachdem die Grünen und FDP-Chef Christian Lindner sich festgelegt haben, dass sie ohne eine solche keinen Koalitionsvertrag unterschreiben wollen – kündigt auch Schulz an, so verfahren zu wollen. Das ist gut so. Aber besser wäre es gewesen, in dieser Frage nicht hinterherzutrotten, sondern sich an die Spitze der Bewegung zu stellen.

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