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Markus Söders letzte Chance

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Von: Kristina Dunz

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder muss sich bewusst machen, dass seine Seitenhiebe gegen Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (l.) beiden Parteien Schaden zugefügt haben.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder muss sich bewusst machen, dass seine Seitenhiebe gegen Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (l.) beiden Parteien Schaden zugefügt haben. © Kay Nietfeld/dpa

Zu oft hat der CSU-Chef gegen den Kanzlerkandidaten der Union ausgeteilt und damit auch seiner Partei in Bayern geschadet. Einmal hat er nun noch die Möglichkeit, das Ruder rumzureißen. Der Kommentar.

Es ist interessant, dass CSU-Chef Markus Söder, der sich die Union bislang nicht als Nummer zwei in einer Koalition mit der SPD vorstellen konnte, nun eine Regierungsbeteiligung als Juniorpartner nicht mehr apodiktisch ausschließt.

Der bayerische Ministerpräsident muss sich derweil bewusst machen, dass seine Seitenhiebe gegen Unionskanzlerkandidat Armin Laschet beiden Parteien Schaden zugefügt haben. Dass die Union in Umfragen bei dramatisch schlechten 20 Prozent liegt, hat auch mit der Schwäche der Christsozialen in Bayern zu tun. Und das ist nicht Laschet allein anzulasten.

Söder hat es versäumt, sich mit Laschet im Team zu präsentieren. Er hat immer behauptet, seine Niederlage im Kampf um die Kanzlerkandidatur sei vergeben und vergessen. Dabei hat der CSU-Chef hat kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um den Menschen zu vermitteln, dass er der bessere Kandidat gewesen wäre. Beim CSU-Parteitag am Wochenende hat Söder eine allerletzte Chance für sicht- und hörbare Solidarität mit Laschet. Ob sie noch rechtzeitig kommt, ist fraglich.

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