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Streit bei CDU und CSU

K-Frage der Union: Markus Söder im Machtrausch

  • Thomas Kaspar
    vonThomas Kaspar
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Mit seiner Kanzlerkandidatur zerstört der Bayrische Ministerpräsident Markus Söder das Ansehen der Union massiv. Ein Kommentar.

„Viele Abgeordnete fragen sich ja, wer ihnen die Mandate sichern könne.“ Markus Söder nimmt kein Blatt vor den Mund, worum es ihm bei seiner Kanzlerkandidatur geht. Macht um der Macht willen. Mit keinem Wort hat der CSU-Chef erklärt, worum es ihm für Deutschland, für Europa, für den von der Klimakrise bedrohten Planeten geht. Söder geht es um eines: Söder.

Es ist schon erstaunlich, warum ausgerechnet er so gute Umfragewerte hat. Scheuer und Seehofer. Diese Regierungsmitglieder der CSU liefern ein desaströses Bild und man kann sich nur wundern, warum ihr Parteivorsitzender seine schützende Hand über sie hält. Nur - und ausgerechnet - der angesehene CSU-Entwicklungshilfeminister Gerd Müller hat seinen Rückzug in diesem Jahr bekannt gegeben - wohl wegen der fehlenden Unterstützung seiner Unions-Kollegen im Parlament. Kompetenz und Werte scheinen ein Hinderungsgrund zu sein, um bei der CSU Spitzenämter durchzuhalten.

Markus Söder geriert sich als Pandemiebekämpfer

In keiner Corona-Statistik schneidet Bayern besser ab als andere. Und dennoch geriert sich der bayrische Ministerpräsident Söder als Pandemiebekämpfer. Der Franke nährt die Sehnsucht jener, die sich eine strenge Politik wünschen – im Alltag ist er ebenso konzeptlos wie jene, die sich um eine differenzierte Herangehensweise bemühen.

Markus Söder gibt nach der virtuellen CSU-Präsidiumssitzung eine Pressekonferenz.

„Eine Mischung aus blanker Lüge und Hass“ hat Franz Müntefering einst Markus Söder vorgeworfen, als dieser noch Generalsekretär der CSU war. Söder hatte SPD-Kanzler Gerhard Schröder als „Helfer von Kinderschändern und Mördern“ beschimpft, weil er nach seiner Meinung nicht hart genug gegen einen Sexualstraftäter vorgegangen sei. Die Fakefakten Söders wurden damals klar widerlegt, doch der Nürnberger hatte sein Image vom harten CSU-Angreifer aufgebaut, das bis heute immer wieder durchblitzt.

Markus Söder greift populistisch jede Strömung auf

Söder hat sich seitdem zigfach gewandelt und unterschiedlichste Gesichter aufgesetzt. Dabei hat er sich immer wenig um die Themen von gestern geschert und populistisch jede Strömung aufgegriffen, die ihm zu dem verholfen hat, was ihm am wichtigsten war: Die eigene Macht.

Bundestagswahl

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Noch sonntags sagte Söder, er werde die Entscheidung der CDU-Gremien respektieren, um am Folgetag zur Attacke zu blasen. In seinem Wille zur Macht übersieht Söder, dass spätestens bei der Wahl Ergebnisse und nicht Umfragen zählen werden. (Thomas Kaspar)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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