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Die Textilfabrik Viyellatex in Tongi, einem Vorort von Dhaka in Bangladesch.
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Die Textilfabrik Viyellatex in Tongi, einem Vorort von Dhaka in Bangladesch.

Kommentar zur Textilindustrie

Der Markt braucht Regeln

  • VonStefan Sauer
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Von den Textilien, die in Ländern wie Bangladesch hergestellt werden, sehen die Arbeiter kaum einen Cent. Um das zu ändern, sind Verbraucher, Unternehmen und die Bundesregierung gefragt ein anderes Bewusstsein zu schaffen.

Von den Textilien, die in Ländern wie Bangladesch hergestellt werden, sehen die Arbeiter kaum einen Cent. Um das zu ändern, sind Verbraucher, Unternehmen und die Bundesregierung gefragt ein anderes Bewusstsein zu schaffen.

Das Beispiel der Textilindustrie verdeutlicht, dass die Globalisierung einer Branche der Regulierung bedarf. Geregelte Arbeitszeiten, Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz, existenzsichernde Löhne und Mitspracherechte fallen nicht vom Himmel. Mit Blick auf solche Errungenschaften auf die Marktkräfte zu vertrauen, hieße auf Sankt Nimmerlein zu warten. Nein, der Markt braucht Regeln und der Wettbewerb Grenzen, um das Gemeinwohl wirklich zu mehren und nicht nur den Wohlstand einiger.

Schlechterdings benötigte ein globaler Markt aber auch global durchsetzbare Regularien, um Verhältnisse, wie sie in asiatischen Textilfabriken herrschen, zu unterbinden. Hiesige Mittelständler verweisen da gern auf ihre Ohnmacht, Weltkonzerne auf den Preiskampf, der Handel auf seine ohnehin geringen Margen und die Fabrikanten in Kambodscha oder Indien auf die erbarmungslosen Unternehmen aus den reichen Ländern, die nicht mal einen Dollar mehr pro Jeans zu zahlen bereit wären. Ein klassisches Schwarzer-Peter-Spiel mithin.

Was tun? Die Verbraucher sollten sich fragen, wie viel von drei Euro pro T-Shirt wohl bei den Näherinnen ankommen kann. Die Unternehmen sollten Mindeststandards über die gesamte Wertschöpfungskette sicherstellen. Und die Bundesregierung sollte über Minimalstandards für Einfuhren auf EU-Ebene zumindest ernsthaft nachdenken.

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