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Mangelhafte Bewältigung

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Von: Kristina Dunz

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Dass alles teurer ist als regelmäßige Tests, ist auch der Politik lange bekannt.
Dass alles teurer ist als regelmäßige Tests, ist auch der Politik lange bekannt. © Jens Büttner/dpa

Bund und Länder verlängern den Lockdown, ziehen also kurz vor Ostern die Notbremse - und verstärken den Eindruck, eines schlechten Corona-Krisenmanagements. Der Kommentar.

Die Politik hatte Anfang März die Kraft nicht mehr, den Öffnungsdruck auszuhalten. Und so ist zusammengefallen, was über Monate aufgebaut worden war. Anfang März war der 50er Inzidenzwert greifbar nahe, nun liegt er bei über 100. Jetzt hauen Bund und Länder die Notbremse rein. Jetzt. Kurz vor Ostern. Wie im Dezember kurz vor Weihnachten. Deutschland bleibt im Lockdown-Modus.

Dabei sollte Ostern neue Hoffnung aufkeimen. Nun heißt es, wenn wir Osterurlaub machen, fällt der Sommerurlaub flach. Das Problem der Politik ist nun aber: Wird ihr noch geglaubt?

Derweil ringen Bund und Länder darum, dass in allen Schulen, Kitas und Betrieben mit in Präsenz Beschäftigten zweimal pro Woche getestet wird. Auch das wäre zu wenig. Wie sehr die Menschen mitmachen und keinesfalls Corona bekommen wollen, konnte man an dem Ansturm auf die Discounter sehen, die für wenig Geld Schnelltests verkauften.

Alles ist teurer als regelmäßige Tests: Corona-Erkrankungen, Kurzarbeit, Geschäftsschließungen, Vereinsamung alter Menschen, Verwahrlosung von Kindern. Das ist aber lange bekannt. Planung „made in Germany“ erscheint in der Corona-Krise passé. Das ist mehr als vergossene Milch. Das ist ein Desaster.

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