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Man kann sich seine Partner nicht immer aussuchen: Xi Jinping und Angela Merkel.

G20

Machtlose Mächtige

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Im Zeitalter von Donald Trump kann man sich seine Partner nicht aussuchen. Ein Kommentar.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping gratulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl. Bundeskanzlerin Angela Merkel beglückwünschte ihn zu seiner Wiederwahl als Staatspräsident. Die Einlassungen der Bundesregierung zu dem Telefonat zwischen Peking und Berlin sind so hölzern, dass sie schon bizarr anmuten. Anderseits kann man sich seine Partner nicht aussuchen, erst recht nicht im Zeitalter von Donald Trump.

Aus gutem Grund bemüht sich Merkel darum, neue Konstellationen im Abwehrkampf gegen die aggressive Wirtschaftspolitik der USA auszuloten. Gemeinsam mit Xi will sie die G20 nutzen, um weiteren Schaden für den internationalen Handel abzuwehren. Auch das ist richtig. Kein Gremium kann die G20 ersetzen, wenn es um Angelegenheiten von weltweiter Bedeutung geht. Dennoch verrät die Ankündigung die ganze Hilflosigkeit im Umgang mit Trump.

Seit seinem Amtsantritt ließ der US-Präsident keine Zweifel aufkommen, dass die USA sich nicht einbinden lassen, solange er regiert. Gerade die Deutschen erlebten dies im vergangenen Jahr schmerzlich, als ihre G20-Präsidentschaft an diesem Konflikt scheiterte. Es gibt nichts Besseres als die G20. Doch auch sie werden in diesen Zeiten nichts bewirken.

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