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Die Macht der Begriffe

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Von: Stephan Hebel

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Sprache ist Macht. Es ist nicht egal, mit welchen Worten wir uns die Wirklichkeit aneignen. Ein Kommentar.

Sprache ist Macht. Es ist nicht egal, mit welchen Worten wir uns die Wirklichkeit aneignen. Die „herrschenden“ Begriffe bestimmen darüber mit, wie wir die Welt wahrnehmen und dann gestalten. Politikerinnen und Politiker sollten das wissen.

Es ist deshalb unredlich, wie der Wunsch, das Wort „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen, aus den Reihen von CDU und CSU als „Symbolpolitik“ oder „Scheindebatte“ abgetan wird. Es wäre nämlich höchste Zeit, die Macht des Rasse-Begriffs zu brechen.

Als das Grundgesetz 1949 in Kraft trat, war die Aufteilung der Menschheit in „Rassen“ noch üblich und gerade erst hatten die Nazis Millionen Menschen wegen ihrer „Rasse“ getötet. So ist es verständlich, dass nun gerade das Diskriminierungsverbot mit dem Wort „Rasse“ verbunden wurde.

Heute sind wir weiter. Und nichts spricht dagegen, in der Verfassung ein Zeichen zu setzen. Der Kampf gegen Rassismus wird damit allein nicht gewonnen. Aber zu ihm gehört es, dass wir aufpassen, welche Begriffe wir wählen. Warum nicht im wichtigsten Buch der Demokratie damit beginnen?

Der Begriff „Rasse“ ist mit einer langen Geschichte verbunden. Schon seit Jahrhunderten dient das Wort der Ausgrenzung und Abwertung.

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