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Luftbrücke mal anders

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Ein neuer Blick auf die Zeit der Rosinenbomber.

Es ist erst wenige Tage her, dass Berlin sich an die legendäre Freiheitsrede von Ernst Reuter vor 70 Jahren erinnert hat. Der Anlass dafür, die Berliner Luftbrücke, ist dabei fast ein wenig in den Hintergrund geraten. Berlin plant einen Festakt dazu im nächsten Jahr, wenn sich das Ende der Luftbrücke zum 70. Mal jährt. 

Bis dahin kann man sich ja schon mal etwas eingehender damit befassen, wie sich die Erinnerung an dieses Ereignis in den vergangenen Jahrzehnten gestaltet und auch immer mal wieder verändert hat. 

Der Band „Die Berliner Luftbrücke. Erinnerungsort des Kalten Krieges“ ist aus einer Tagung zum Thema hervorgegangen. 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Umgang mit diesem Teil der deutschen Vergangenheit. 

Damit ist klargestellt, dass es sich hier nicht um den zigsten Bildband mit Erinnerungen von Augenzeugen und Fotos von Rosinenbombern handelt. Es geht um zum Teil sehr spezielle Aspekte der Erinnerung, die jedoch nicht minder interessant sind. 

So wurde der erste Film über die Luftbrücke schon 1949 von der „20th Century Fox“ gedreht – erste Aufnahmen des halbdokumentarischen Films entstanden noch während der Blockade. Für die deutsche Version wurde der Film völlig verändert. Hinterhältige deutsche Fräuleins und Nazis wie im US-Original gibt es in der deutschen Fassung nicht, dafür aber ein Happy End, was die Handlung der Originalversion ins Gegenteil verkehrt. Es gibt also auch über die Luftbrücke noch Neues zu entdecken.

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