Luftballons

Aufgeblasen und zerplatzt

  • schließen

Ein Ballonverbot löste sich in Luft und damit der Aufreger - bis zur nächsten Verbotsdebatte.

Den Grünen trauen die Medien und der politische Gegner alles zu. Vor allem Verbotsforderungen. Anders ist nicht zu erklären, warum die falsch zugespitzte Meldung „Grüne wollen Luftballons verbieten“ binnen kürzester Zeit Aufregung in sozialen Netzwerken und Redaktionen auslöste. Was war passiert?

Die Grünen-Landesvorsitzende von Niedersachsen lobt den Beschluss der Stadt Gütersloh, bei städtischen Veranstaltungen auf das Steigenlassen von gasgefüllten Ballons zu verzichten. Der Antrag wurde im Stadtrat einstimmig angenommen.

Die Grünen sehen Gütersloh als Vorbild, weil die Ballonreste meist in der Natur landen und für Vögel lebensbedrohlich sein könnten, weil sie das Plastik mit Futter verwechseln und verhungern. Umweltverbände fordern daher schon lange ein Verbot. Andere wie der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies von der SPD lies ausrichten: „Ein Ballonverbot rettet die Welt bestimmt nicht.“ Aber niemand verbietet Ballons auf Kindergeburtstagen oder bei Hochzeitsfeiern im Saal. Da zerplatzt ein Aufreger – bis zur nächsten Verbotsdebatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare