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Verkehrsminister Andreas Scheuer war in der Vergangenheit bereits mehrfach auf Distanz zu Bahnchef Richard Lutz gegangen.

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Löst die Blockade!

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Die Manager der Bahn sollten mit dem Unternehmen endlich voranbringen und sich weniger mit Machtkämpfen beschäftigen. Ein Kommentar. 

Eigentlich wäre für die Deutsche Bahn jetzt die Zeit für einen Befreiungsschlag. Der Bund hat die Weichen gestellt für eine Modernisierungsoffensive mit dem Ziel, die Bahn zum Treiber der Verkehrswende zu machen. Mehr als 156 Milliarden Euro wird der Staatskonzern bis Ende des kommenden Jahrzehnts zur Verfügung haben. Es war die wichtigste Entscheidung der großen Koalition in diesem Jahr.

Doch statt dessen lähmen Grabenkämpfe und Machtspielchen das Unternehmen. Der Fall von Finanzvorstand Alexander, der als Hoffnungsträger galt und jetzt einen Aufhebungsvertrag unterschrieben hat, führt vor Augen, wie es um die Bahn bestellt ist.

Ihre Führungskräfte sind vor allem mit sich selbst beschäftigt. Darunter leidet die Konzentration auf die Zukunftsausgaben. Dass der Verkauf der Auslandstochter Arriva, der dem Konzern wieder Luft verschaffen sollte, in letzter Minute abgeblasen werden musste, spricht Bände.

Verkehrsminister Andreas Scheuer war in der Vergangenheit bereits mehrfach auf Distanz zu Bahnchef Richard Lutz gegangen. Es ist höchste Zeit für den CSU-Politiker, die Zukunft des Konzerns zur Chefsache zu machen und eine klare Richtung vorzugeben. Eine Bahn, die sich selbst blockiert, kann diese Republik nicht gebrauchen. 

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