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Sahra Wagenknecht hat der Demo eine Absage erteilt.

#Unteilbar

Linke Rechthaber

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"Unteilbar" heißt der Slogan der Demonstration am Wochenende, die sich gegen Aus- und Abgrenzung wendet. Nur: Die Linken sind so unteilbar auch wieder nicht. Ein Kommentar von Stephan Hebel.

„Unteilbar“ ist ein schönes Motto für eine Demonstration, die gegen Aus- und Abgrenzung protestiert, von der sozialen Spaltung über die Abschottung Europas bis hin zum bornierten Denken in nationalen Grenzen. Es ist ein Motto, unter dem sich die zersplitterte Linke geeint versammeln und ein starkes Zeichen setzen könnte: Die Idee, Freiheit und Gerechtigkeit miteinander zu versöhnen, ist noch lange nicht tot. Zur nationalen Engstirnigkeit wie zur globalen Gerechtigkeitsblindheit gibt es Alternativen.

Etwa so ist die Demonstration gemeint, zu der ein breites Bündnis für den nächsten Samstag aufruft. Und doch zeigt sich auch hier, wie gespalten diejenigen untereinander sind, die sich als links verstehen. Sahra Wagenknecht hat der Demo eine Absage erteilt, weil die Forderung nach „offenen Grenzen“ ihr „irreal“ erscheint. Eine Forderung, die so im Demonstrationsaufruf gar nicht auftaucht. Die von Wagenknecht initiierte „Aufstehen“-Bewegung macht offiziell nicht mit.

Unteilbar ist die Linke offensichtlich nicht. Dabei müsste es doch möglich sein, in der Migrationsfrage zwischen totaler Offenheit und rigider Abgrenzung Mittelwege zu finden. Die Notwendigkeit, diesem Land wieder viel stärker ein humanes und soziales Gesicht zu geben, ist zu groß für Rechthabereien. 

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