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Erst zuletzt hat ist ein Hurricane durch die USA gezogen.
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Erst zuletzt hat ist ein Hurricane durch die USA gezogen.

Klimabrief

Liebe Unentschlossene,

  • VonAnnika Rittmann
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Hier schreiben alle zwei Wochen Aktivistinnen und Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung.

ich habe Angst. Ich habe Angst, die Zeitung aufzuschlagen beim Gedanken an mögliche Schlagzeilen: Hitzerekorde auf der ganzen Welt, der nächste auf die USA zu rasende Hurricane, Flutkatastrophe auf der ganzen Welt und vor unserer Haustür. Ich lese diese Schlagzeilen in dem Wissen, dass sie sich in Zukunft immer weiter häufen werden, und dass die Regierenden keine Antwort auf diese stetig sich verschlimmernde Krise haben.

Ich muss daran denken, wie Armin Laschet der „jungen Frau“ erklärt, man würde wegen eines solchen Tages (gemeint war die Flutkatastrophe hier bei uns) nicht gleich die Politik ändern. Ich muss an einen Olaf Scholz denken, der Donald Trump Milliarden bietet, damit dieser die Maßnahmen gegen die neue klimaschädliche und überflüssige Gaspipeline Nord Stream II aufhebt.

Diese Gedanken schmerzen. Es schmerzt zu wissen, dass keine Partei einen Plan hat, wie wir die irreversiblen Folgen der Klimakrise noch verhindern können.

Jetzt könnte ich mich von all dieser Angst lähmen lassen. Ich könnte darüber nachdenken, dass doch alles eh keinen Sinn mehr hat, ich nicht wählen gehen muss und unsere Streiks wirkungslos sind. Doch das kann ich nicht.

Bei dieser Bundestagswahl gibt es zu viel zu verlieren, um aufzugeben. Denn wie sollen wir glauben, dass die Parteien, die die letzten Jahre Deutschland regiert und dabei Klimaschutz aktiv blockiert haben, dies in der kommenden Legislatur ändern werden? Wie sollen wir zuhause sitzen, während Klimawandelleugner*innen ins Parlament gewählt werden? Ich kann das zumindest nicht – und ich hoffe, du auch nicht. Also geh‘ wählen!

Denn neben all dieser Angst spüre ich Hoffnung. Ich weiß, die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze ist noch möglich!

Ja, es wird nicht die perfekte Wahl geben. Es gibt keine „feel-good“-Partei, der wir unsere Stimme geben und uns zurücklehnen können, während sie die Welt für uns rettet. Denn ohne uns passiert nichts! Wir befinden uns in einer Krise, in der das Mindeste – „wählen gehen“ – alleine nicht mehr ausreicht. Wir müssen auf die Straße gehen und die Veränderung einfordern. Wir müssen einfordern, was uns zusteht: einen lebenswerten Planeten. Wir können nicht nur viel verlieren, wir können auch eine nachhaltigere, gerechte und solidarische Welt gewinnen. Und weil ich das weiß, gehe ich am 24. September auf die Straße. Es geht um uns alle bei dieser Wahl – um unsere Lebensgrundlagen, unser Zukunft und die Zukunft nachfolgender Generationen. Informiere Dich, geh‘ wählen (besonders für diejenigen, die es (noch) nicht können) und komm am 24.09. zum globalen Klimastreik.

Annika Rittmann engagiert sich bei Fridays for Future in Hamburg.

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