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Anja Karliczek trägt Maske und schaut vorgebeugt direkt in die Kamera, dahinter geht Jens Spahn nach rechts aus dem Bild
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Möchte schnell wieder normalen Schulbetrieb: Bildungsministerin Anja Karliczek hofft auf Impfungen für Kinder und Jugendliche.

Fridays for Future

Liebe Anja Karliczek

Sehen Sie nicht weiter zu, sondern handeln Sie: Lassen Sie uns Klimabildung endlich aktiv in Schule und Gesellschaft bringen. Ein Gastbeitrag von Leah Tamina Kaiser.

Sie haben mir erst kürzlich in Ihrem Gastbeitrag in der FR zugestimmt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung zentral ist. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Bildung und Forschung, die Zuständigkeiten ihres Ministeriums, können und müssen ihren Teil zur Bewältigung der Klimakrise beitragen. Und gleich vorab: Wir werden die Klimakrise nicht beilegen, indem wir nur noch Bambusfahrräder herstellen oder Leder aus Pilzen nutzen, wie Sie es vorschlagen. Als Einzelperson kann ich zwar vieles, aber die entscheidenden Schrauben werden in der Politik gedreht. Wir dürfen die Lösung nicht nur bei Innovationen oder Nachwuchsförderung suchen, sondern müssen die großen Schritte machen.

Frau Karliczek, Sie berichten von Ausstellungen zum Wissenschaftsjahr in Berlin, davon, wie Stiftungen gefördert werden und Modellversuche an Hochschulen stattfinden. Das ist alles schön und gut, aber ich muss keine Klimawissenschaftlerin sein, um festzustellen, dass das nicht ausreicht. Studien zeigen: Gerade Schule ist einer der Orte, an dem das Bewusstsein für die Klimakrise ausgebildet wird. Es braucht endlich die Umsetzung bestehender Ideen und nicht verstaubte Lehrpläne, die all dem sogar noch im Weg stehen, wie Lehrkräfte und Schüler:innen schon lange beklagen. Das, was ich auf der Suche nach Unterstützung bei ihrem Ministerium finde, darf nicht einzig ein Poster mit süßen Eichhörnchen bleiben, die mich zu einer gesunden Ernährung motivieren sollen.

Wir brauchen dringend eine Kommunikationsstrategie

Auch wenn es im ersten Moment so scheint: Klimapolitik ist bei weitem keine reine Aufgabe des Umweltministeriums. Die klimatischen Entwicklungen gehen uns alle an und müssen über die Grenzen von Ministerien hinaus gedacht und bekämpft werden. Genauso, wie wir endlich Maßnahmen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels brauchen, benötigt es auf der anderen Seite Bildung und Aufklärung, um auf die Herausforderungen der Klimakrise vorzubereiten. Was wir dringend brauchen, ist eine Kommunikationsstrategie, die klar macht: Die Lage ist ernst, aber noch ist es nicht zu spät.

Was bleibt, ist ein generationenübergreifender Appell: Sehen Sie nicht weiter zu, sondern handeln Sie. Wir stehen auf der gleichen Seite, wenn es darum geht welche Rolle Bildung im Kampf gegen die Klimakrise einnimmt. Das darf nur der Anfang sein. Zeigen Sie, dass Sie hinter Ihrer Aussage stehen, lassen Sie uns darüber sprechen und Klimabildung endlich aktiv in Schule und Gesellschaft bringen.

Leah Tamina Kaiser ist Aktivistin der Fridays-for-Future-Bewegung.

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