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Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan steht international weitgehend alleine da.

Libyen-Einsatz

Die Türkei im Abseits: Erdogan isoliert sein Land 

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Staatschef Erdogan will in Libyen militärisch eingreifen und isoliert sein Land international weiter. Der Kommentar.

Mit dem geplanten Militäreinsatz in Libyen will der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Rolle seines Landes als Führungsmacht in der Region festigen. Sein Postulat: Die Türkei muss dort Flagge zeigen, wo einst das osmanische Reich war. Mit seinen Großmachtfantasien will Erdogan nicht zuletzt die Bevölkerung über die schwierige Wirtschaftslage und die Demokratiedefizite hinwegtrösten.

Erdogan macht sich der arabischen Welt Feinde

Aber die Völker im Nahen Osten und Mittelasien, auf dem Balkan und in Nordafrika erinnern die Osmanenherrschaft nicht so glanzvoll, wie Erdogan sie den Türken ausmalt. Mit seiner Unterstützung für radikalislamische Regime wie die Muslimbrüder in Ägypten und die Regierung in Tripolis macht sich Erdogan in der arabischen Welt Feinde. 

Türkei: Beziehungen zur EU, zur Nato und zu den USA sind zerrüttet

Nicht nur dort. Die Beziehungen der Türkei zur EU, zur Nato und zu den USA sind zerrüttet. Im Nahen Osten ist das wegen Terrorvorwürfen selbst isolierte Emirat Katar Erdogans einziger Verbündeter, in der EU hat er nur noch den Rechtspopulisten Viktor Orban. 

International ist die Türkei isoliert wie noch nie seit der Gründung der Republik vor fast 100 Jahren.

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