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In der Krise: Die SPD.

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SPD - Die letzte Chance?

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Den Parteimitgliedern reicht es nicht mehr, nur dazu da zu sein, in der Fußgängerzone Flyer und Kugelschreiber zu verteilen.

Die SPD hat also mit der Findung des Verfahrens für eine neue Parteispitze den Startschuss für den nächsten Versuch gegeben, aus der schlimmsten Krise ihrer Geschichte herauszukommen. Es ist offen, ob die SPD überlebt oder stirbt.

Aus der Not heraus hat die verbliebene Parteiführung sich diesmal entschieden, mit einem Prinzip zu brechen, das zum Niedergang der SPD beigetragen hat. Es ist das Prinzip, mit dem – ohne vorherige Einbindung der Mitglieder – der Parteivorsitz im Hinterzimmer stets eben noch schnell an den nächsten in der Reihe weitergereicht worden ist. Als wäre er ein Wanderpokal, den jeder einmal in die Hand nehmen darf. Damit soll endlich Schluss sein.

Das ist höchste Zeit. Den Parteimitgliedern reicht es nicht mehr, nur dazu da zu sein, in der Fußgängerzone Flyer und Kugelschreiber zu verteilen. Sie wollen nicht nur brav das beklatschen, was andere ausgekungelt haben. Ein offener Wettbewerb kann darüber hinaus auch dazu beitragen, in der Öffentlichkeit ein positives Interesse an einer Partei zu schaffen. Diese Chance muss die SPD jetzt nutzen.

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