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In Spitzbergen musste ein Eisbär sein Leben lassen.

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Leichtsinn im Eis

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Wie ökologisch verträglich ist das Geschäft mit den Kreuzfahrten?

Es ist ein halbes Jahr her, dass auf Spitzbergen ein Eisbär sein Leben lassen musste. Ein Mensch streckte das Tier mit einer Kugel nieder, nachdem es sich einem anderen Menschen genähert hatte. Dieser Mensch war mit einem Kreuzfahrtschiff nach Spitzbergen gelangt. Darin ähnelt die Geschichte jener vom Wochenende, als ein Kreuzfahrtschiff vor Norwegen beinahe auf Grund gelaufen wäre. Hier wie dort brachten sich Menschen als „Kreuzfahrer“ aktiv in Gefahr.

Gewiss, zunächst sollten alle froh sein, dass die „Viking Sky“ nicht unterging, mit 1373 Menschen an Bord. Die nächstliegenden Fragen lauten: Was ist passiert? Und wie lässt sich derlei verhindern? Wichtiger aber ist es, zu fragen: Wie ökologisch verträglich ist das Geschäft mit den Kreuzfahrten? Und warum führen so viele Touren mittlerweile auch dorthin, wo das Eis schmilzt, weil wir mit Treibhausgasen aus Autos, Flugzeugen und Schiffen die Atmosphäre aufheizen?

Nicht nur Tourismusunternehmen Verantwortung, sondern auch Reisende – im eigenen Interesse. Es ist die Umwelt, die sie reisend genießen möchten.

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