Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

TüBoris Palmer bingens Oberbürgermeister Boris Palmer
+
Boris Palmer sorgt abermals für Schlagzeilen. Und es geht abermals um Rassismus.

Der Grüne Sarrazin

„Anti-Anti-Rassist“: Palmer pro Lehmann - „Quotenschwarzer“ wird man wohl noch sagen dürfen

  • Katja Thorwarth
    vonKatja Thorwarth
    schließen

„Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?“, fragt Lehmann auf Whatsapp in einer privaten Nachricht. Palmer sieht „Cancel Culture“. Ein Kommentar.

Einmal mehr wird „Cancel Culture“ von dem Oberbürgermeister einer Universitätsstadt behauptet. Klar geht es um Tübingen , nur weil als rassistisch eingestufte Aussagen Konsequenzen haben. Aber für Boris Palmer ist ja stets alles sagbar, vermutlich schlicht, weil er alles sagen will. Wenn wir von „Alles“ sprechen, reden wir auch von Aussagen eines Politikers, der sich selbst als „Anti-Anti-Rassist“ bezeichnet.

„Der Aogo ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen N****schwanz angeboten,“ hieß es gar (das N-Wort allerdings ausgeschrieben) auf Facebook, wie der Tagesspiegel gesehen hat. Und langsam wünscht man dem Mann aka Boris Palmer einen korrigierenden Sidekick als Aufpasser, und dies, obwohl er den Begriff nicht als erster selbst benutzte, sondern ‘nur‘ zitiert. Dennoch entscheidet jeder selbst, wen oder was er/sie auf dem eigenen Profil inhaltlich weiter trägt.

„Anti-Anti-Rassist“: Boris Palmer ist Pro Lehmann

Viel interessanter ist jedoch, welche Position Boris Palmer bezieht: „Lehmann weg. Aogo weg. Ist die Welt jetzt besser? Eine private Nachricht und eine unbedachte Formulierung, schon verschwinden zwei Sportler von der Bildfläche“, formuliert er es auf Facebook und unterschlägt, dass der Rassismus von Lehman ausging, den Palmer aber mit einem ungeprüftem Zitat aus der Mottenkiste relativiert.

Die Welt ist nicht besser, könnte es aber sein, wenn die politische Prominenz von Relativierungen Abstand nehmen würde. Denn natürlich bedient sich Palmer einer herbeifantasierten „Cancel Culture“, die Kritik und Veränderungswille mit Zensur verwechselt. Beziehungsweise wissen die Protagonisten durchaus, dass „Cancel“ auf anderen Ebenen läuft, daher nervt diese Opfer-Nummer reaktionärer Männer einfach nur noch.

Boris Palmer: auch die Grünen haben ihren Sarrazin

Aber zurück zum Thema: Jens Lehmann hat sich rassistisch geäußert. Auch wenn das jetzt einfach nur Blödheit war, macht es die Sache nicht besser. Sprache prägt die Gesellschaft, und Menschen mit Vorbildcharakter haben diesbezüglich entweder einfach ihre Klappe zu halten - oder sich im Griff zu haben. Beides können offenbar weder Jens Lehmann noch Boris (Sarrazin) Palmer. (Katja Thorwarth)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare