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Anhänger der Linkspartei Podemos verfolgen in Madrid die Hochrechnungen.
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Anhänger der Linkspartei Podemos verfolgen in Madrid die Hochrechnungen.

Wahl in Spanien

Lauter Verlierer

  • Martin Dahms
    VonMartin Dahms
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Auch die Neuwahlen haben in Spanien nichts gebracht. Das Volk hat sich als genauso störrisch wie seine Politiker erwiesen. Ein Kommentar.

Spanien hat gewählt, und nichts ist gelöst. Die Parteien, unfähig sich nach den vergangenen Parlamentswahlen kurz vor Weihnachten auf eine neue Regierung zu einigen, hatten den Schwarzen Peter ans Volk weitergeschoben: Wir stecken fest! Holt uns hier raus! Doch das Volk hat sich als genauso störrisch wie seine Politiker erwiesen. Es hat gewählt, was es schon im Dezember wählte. Mit leichten Verschiebungen, bei näherer Betrachtung kaum der Rede wert. Es ist völlig offen, wie es jetzt weiter geht.

Politiker sind überall auf der Welt Meister darin, Wahlergebnisse zu ihren Gunsten zu interpretieren. Einer hat an diesem Sonntag kurze Zeit Grund, sich als Sieger zu fühlen, weil er glaubte, sich als ausichtsreichster Kandidat für die Übernahme der Regierung in Position gebracht zu haben: Pablo Iglesias, Gründer und Generalsekretär der Linkspartei Podemos.  Nach den ersten Prognosen schien er sein Ziel erreicht zu haben, an den bisher zweitplatzierten Sozialisten vorbeizuziehen. Doch nach Auszählung der Stimmen blieb er doch wieder nur Dritter.

Und dann wäre da noch Mariano Rajoy, der amtierende Ministerpräsident. Seine konservative Volkspartei ist schon wieder stärkste Kraft geworden, mit einem kleien Plus gegenüber den vorigen Wahlen, möglicherweise im letzten Moment noch befeuert vom Brexit. Rajoy ist nicht von der Überzeugung abzubringen, dass ohne ihn in Spanien gar nichts geht. Das Gegenteil ist wahr: Sollte eine Alternative zum Linksbündnis zustande kommen, etwa eine Große Koalition, ist sie nur denkbar ohne Rajoy, der in den letzten Jahren seelenruhig zugeschaut hat, wie seine Partei im Sumpf der Korruption versunken ist. Rajoy ist einer der Verlierer dieses Sonntags. Er will es nur noch nicht wahrhaben.

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