Kommentar

Lasst sie feiern

  • vonTammo Kohlwes
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Es ist besser Partys zuzulassen und Regeln aufzuerlegen, statt illegale Feiern zu potenziellen Brandherden der Pandemie werden zu lassen. Ein Kommentar.

Junge Menschen, die feiern wollen, werden feiern – Verbote hin oder her. Illegale Massen-Partys sind angesichts steigender Infektionszahlen fahrlässig. Nicht weniger fahrlässig ist jedoch der Mangel an Konzepten zum Umgang mit dieser Feierlust.

Der Vorstoß mehrerer Parteijugendorganisationen, Partys in der Corona-Krise zuzulassen und bei der Gelegenheit zu reglementieren, ist deshalb gut und richtig. Denn es dürfte zu einem guten Stück der Reiz des Verbotenen sein, der bei illegalen Raves die Hemmschwellen fallen lässt und so Partys zu potenziellen Brandherden der Pandemie macht.

Eine Reglementierung von Partys würde im Wesentlichen bedeuten, dass die Regeln, die in Restaurants und Kneipen gelten, auf Party-Areale übertragen werden müssten. Von „normalen“ Partys könnte nicht die Rede sein.

Ist eine Feier zugelassen, ist es möglich, Regeln durchzusetzen. Im Fall der Fälle wären Kontakte nachvollziehbar, allein das wäre ein enormer Gewinn. Illegalität bedeutet hingegen den vollständigen Mangel an Nachvollziehbarkeit. Also lasst sie feiern. Mit Regeln und anders als normal.

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