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Kurzes Glück für Rentner

  • Harry Nutt
    VonHarry Nutt
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Es gibt mehr Geld, aber die Zukunft bringt Risiken.

Die Rente mag nicht mehr sicher sein, aber sie steigt. Thomas Öchsner spricht in der „Süddeutschen Zeitung“ gar von einem kleinen Rentenwunder, schickt aber die Warnung gleich hinterher: „In die Rentenkasse fließen immer mehr Beiträge, weil so viele Menschen einen Job haben wie noch nie. Trotz der Milliarden-Ausgaben für die Mütterrente und die Rente ab 63 muss die Bundesregierung den Rentenbeitrag auch in den nächsten Jahren nicht anheben. Die guten Zahlen täuschen allerdings darüber hinweg, dass das Drei-Säulen-System der Altersversorgung längst wackelt. Die erste Säule, die gesetzliche Rentenversicherung, ist jetzt gut 125 Jahre alt und nach wie vor alles andere als ein Auslaufmodell. Gemessen an den beiden anderen Säulen, der betrieblichen und privaten Altersvorsorge, ist sie mit weitem Abstand die stärkste. Dass eine Rente kommt, ist und bleibt sicher. Doch diese Säule wird schon im nächsten Jahrzehnt brüchiger.“

Im „Hamburger Abendblatt“ befasst sich Philipp Neumann ebenfalls mit den künftigen Belastungen des Rentensystems: „Die Rentenversicherung hat mehr Geld eingenommen als erwartet. Natürlich sollen die Rentner davon profitieren. Das ist Teil des Generationenvertrags. Und doch: Das dicke Ende kommt erst noch. Wer jetzt arbeitet, zahlt in den nächsten Jahren nicht nur höhere Beiträge, er bekommt später auch eine im Vergleich zu heute noch einmal deutlich abgesenkte Rente. (…) Man muss angesichts dieser Perspektive nicht gleich den Generationenkrieg ausrufen. Aber Tatsache ist, dass eine so willkürliche Rentenpolitik einen Keil zwischen die Generationen treibt. Rettung für das gute alte umlagefinanzierte Rentensystem, bei dem die Jungen für die Alten einstehen, könnte von den Flüchtlingen kommen: Sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wird viel Geld kosten. Der Aufwand ist aber eine Investition.“

Auf die neuen Einzahler setzt auch Matthias Zahn vom Südwestrundfunk. „Damit die künftigen Generationen ihren Lebensstandard auch im Alter halten können, hat die Regierung private Vorsorge verordnet. Doch das wird im Moment durch die extrem niedrigen Zinsen fast unmöglich gemacht. Die Rechnung ist einfach: Damit das System stabil bleibt und das Rentenniveau nicht endgültig zum schlechten Witz wird, braucht es genügend Beitragszahler. Bisher schien das Demografie-Problem unaufhaltsam auf Deutschland zuzurollen. Kein Wunder, dass die Rentenversicherung ihre Hoffnungen seit neuestem auch auf die Flüchtlinge setzt. Es wird mühsam sein, Hunderttausende in die Gesellschaft zu integrieren und in Arbeit zu bringen. Die Mühe wird sich aber lohnen. Wenn es gelingt, die Flüchtlinge zu Nachbarn und zu Beitragszahlern zu machen, wird das Demografie-Problem der Deutschen Rentenversicherung vielleicht nicht gelöst – aber immerhin kleiner.“

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