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Kurzarbeit sollte enden

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Von: Christoph Höland

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Zahlreiche Firmen haben in der Pandemie auf Kurzarbeit gesetzt.
Zahlreiche Firmen haben in der Pandemie auf Kurzarbeit gesetzt. © Jens Büttner/dpa

Die Kurzarbeit ist ein Erfolgsmodell. Trotzdem ist es Zeit, das Instrument zu überarbeiten. Ein Kommentar.

Die Kurzarbeit hat sich in der Pandemie bewährt. Doch die Zeit drängt, das Instrument zu überarbeiten. Warum, das zeigt der Vergleich der Folgen von Corona-Krise und Ukraine-Krieg: Erstgenannte hat die Arbeitswelt durcheinandergewirbelt. Doch stets schimmerte am Ende des Tunnels das Licht der Normalität. Bis dahin half Kurzarbeit, die Härten abzufedern.

Anders sieht es nach dem russischen Angriff auf die Ukraine aus: Deutschland muss weg vom russischen Gas. Statt um die Rückkehr zur Normalität geht es um einen Strukturwandel. An Arbeit wird es dabei nicht mangeln, irgendwer muss schließlich Wärmepumpen & Co. installieren.

Doch dafür fehlt das Personal, während manches Unternehmen die Kurzarbeitsregelungen ausreizt. Das mag den Beschäftigten etwas Sicherheit geben, ist aber keine Dauerlösung. Der erleichterte Zugang zur Kurzarbeit sollte deshalb bald enden. Im Stich lassen darf die Politik die Beschäftigten aber nicht. Klüger wäre es, Kurzarbeitenden entschlossen bei Weiterbildungen zu helfen – und beim Wechsel in zukunftsträchtigere Branchen.

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